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17-Jähriger wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung dem Amtsgericht zugeführt
Beamte des Landeskriminalamtes 42 (Fachkommissariat Sexualdelikte) haben einen 17-jährigen Bosnier wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung dem Haftrichter zugeführt.
Die Kriminalbeamten verdächtigen den Jugendlichen, am 12.06.10 gegen Mitternacht einer 17-Jährigen vom Bahnhof Volksdorf in einen Linienbus und dann bis zur Bushaltestelle Bergstedt-Markt gefolgt zu sein. Nach dem Aussteigen näherte er sich der Jugendlichen und berührte sie unsittlich. Anschließend forderte er die Jugendliche auf, ihm zu folgen und gab an, ein Messer dabei zu haben. Das Mädchen schrie jedoch und lief weg.
Am 18.07.10 folgte der 17-Jährige einer 37-jährigen Geschädigten vom U-Bahnhof Berne bis zur Stolpmünder Straße. Hier ergriff er ihren Arm und drohte ebenfalls den Einsatz eines Messers an. Die Geschädigte musste sexuelle Handlungen vornehmen und schließlich ihr Geld herausgeben.
Das LKA 42 übernahm in beiden Fällen die Ermittlungen. Es gelang, Videomaterial aus dem Bus sicherzustellen, das zunächst jedoch nicht zur Identifizierung des Täters führte. In Verbindung mit den Ermittlungen zum zweiten Fall, bei dem ebenfalls Filmmaterial gesichert werden konnte, gelang es, bereits Anfang August Hinweise auf den Tatverdächtigen zu erlangen. Über die Hamburger Staatsanwaltschaft wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 17-Jährigen angeregt. Dieser wurde am 06.08.10 vollstreckt. Dabei stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige sich längerfristig im Ausland aufhält. Die Hamburger Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin einen Haftbefehl gegen den Jugendlichen. Als der 17-Jährige gestern nach Hause zurückkehrte, wurde er festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Beamten Beweismaterial sicher. Der Beschuldigte stritt die Tatvorwürfe zunächst ab, legte dann aber ein umfassendes Geständnis ab. Er wurde nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung dem Amtsgericht Hamburg zugeführt.
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